Handstand Push-Ups Andiletics
Die perfekte Handstandübung
16. Juni 2017
Kalorienbedarf richtig berechnen
Kalorienbedarf einfach berechnen!
23. Juni 2017
alle anzeigen
Heißhunger überwinden

Keine Süßigkeiten - kein Problem!

 
 
 

Keine Süßigkeiten - Top 2 Tipps zur Verhaltensänderung

Es kann schwer sein sich Essgewohnheiten abzugewöhnen. Das hat nichts mit Durchhaltevermögen zu tun. Unsere Hormone sind schuld. Dennoch können wir auf neurowissenschaftlicher Grundlage unser Gehirn zu unseren Gunsten manipulieren.

Tipp 1: Oxytocin ausschütten

Oxytocin ist ein Bindungshormon das in der Hirnanhangdrüse entsteht. Es hat einen enormen Einfluss auf unser Gewicht. Oxytocin wird ausgeschüttet beim Kuscheln, Küssen oder beim Sex. Der stärkste Ausstoß ist beim Orgasmus zu verzeichnen. Das ist der Grund warum Menschen dazu verleitet sind nach dem Sex zu kuscheln. Die Natur hat es so vorgesehen, sodass Paare zusammenbleiben um gemeinsam Kinder groß zu ziehen. Dadurch stieg in der Steinzeit die Überlebenswahrscheinlichkeit von Neugeborenen. Oxytocin wird auch von einer Mutter im Gehirn beim Stillen ausgeschüttet. Es entsteht eine innigere Bindung zum Kind. Dadurch wird vermieden, dass die Mutter ihr Kind ablegt. Der Oxytocinspiegel lässt sich außerdem durch menschliche Interaktion erhöhen, sprich: ein angenehmes Telefonat und etwas mit Freunden zu unternehmen kann bereits die Oxytocin-Werte steigen lassen.

Oxytocin hemmt Angstzustände und fördert das Gefühl von Vertrauen. Als Folge senkt es den Cortisolspiegel in unserem Blut, sodass wir uns ruhiger und entspannter fühlen. Cortisol gilt als Stresshormon und wird demnach in Stresssituationen ausgeschüttet. Es begünstigt die Einspeicherung von Körperfett. Grundlegend lässt sich festhalten: Je größer der Oxytocinspiegel desto weniger Trost suchen wir beim Kühlschrank.

Eine Studie an Kindern belegt diese Annahme. Die Kinder wurden in eine Stresssituation gebracht, woraufhin erhöhte Cortisolwerte im Blut gemessen wurden. Anschließend wurden die Kinder in zwei Gruppen unterteilt. Während eine Gruppe ihre Eltern anrufen durfte, wurde dies der anderen Gruppe unterbunden. Bei der Gruppe, die ein Telefonat mit den Eltern führten verringerte sich der Cortisolspiegel im Blut und es konnten erhöhte Oxytocin-Werte festgestellt werden. Die Oxytocin-Werte korrelieren aber auch miteinander. Das bedeutet je höher die Oxytocin-Werte der Eltern sind, desto höher sind auch die der Kinder. Ein ähnlicher Effekt tritt bei einem guten Arbeitsverhältnis zu seinen Kollegen auf. Zusammenfassend steht Oxytocin quasi für Vertrauen, Liebe und Gelassenheit.

Eine Grundvoraussetzung dass unsere Hormone überhaupt wirken, sind ausreichende Rezeptoren. Erst wenn ein Hormon ausgeschüttet wird und an einem Rezeptor andockt, kann es seine Wirkung entfalten. Wenn wir über einen längeren Zeitraum kein Oxytocin ausschütten, können für den Körper gesundheitliche Risiken durch den andauernden hohen Cortisolspiegel auftreten. Der Körper sucht sich anschließend eine andere Methode den Stress zu bewältigen. Es folgt der Gang zum Kühlschrank oder sogar zum Alkohol. Eine weitere Grundvoraussetzung ist ausreichender Schlaf. Nur durch genügend Schlaf sinken unsere Cortisolwerte und es entsteht eine gesunde hormonelle Grundlage, um Fett zu verbrennen. Daher sollten wir eine Cortisolausschüttung vor dem Schlafen vermeiden. Darunter fällt beispielsweise das checken von Emails oder Gedanken darüber, wie Probleme gelöst werden können.

Die Evolution sieht vor, dass wir zwischen 22 und 24 Uhr schlafen gehen. Daher wird in diesem Zeitraum das meiste Cortisol abgebaut und Dopamin ausgeschüttet. In der Urzeit gab es keine Lampen. Die Menschen mussten sich an der Sonne orientieren. Da der Mensch tagsüber besser sehen kann musste er zu dieser Zeit seine Beute fangen um zu überleben. Hierzu brauchten wir Energie, die durch einen geringen Cortisolspiegel und eine hohe Dopaminausschüttung am Vorabend bereitgestellt wurde.

 
 
 
 

Tipp 2: Präfrontalen Cortex stärken

Der Präfrontale Cortex ist unser Stirnhirn. Er ist zuständig für die Koordination, die Steuerung und die Kontrolle von Handlungsprozessen für die Entscheidungsfindung, also quasi für unser rationales Denken. Der präfrontale Cortex und unser Belohnungssystem wechseln sich ab. Während der präfrontale Cortex uns aufzeigt, dass wir für den Sommer abnehmen sollten, um in eine Hose zu passen die wir gerne hätten und um gesünder zu leben, redet uns das Belohnungssystem ein ungesunde Lebensmittel zu uns zu nehmen. Durch das Belohnungssystem handeln wir Emotional. Ohne das Belohnungssystem könnten wir nichts genießen. Der präfrontale Cortex wird durch Planung aktiviert. Je textbasierte und visuelle wir etwas planen, desto stärker aktivieren wir ihn. Ähnlich wie ein Muskel muss er demnach dauernd betätigt werden. Dies belegt der französische Neurowissenschaftler Etien Keschlin in einer seiner Studien.

Der Unterschied zwischen einem menschlichen und einem tierischen Gehirn liegt in der starken Ausprägung des menschlichen präfrontalen Cortex. Am Stärksten wird er durch übergeordnete Ziele aktiviert, die wir in Unterziele gliedern. Auch die Ziele sollten visualisiert werden. Auf neurowissenschaftlicher Grundlage können wir uns Bilder besser einprägen als Texte. Je häufiger wir einen Plan lesen, desto stärker verankern wir ihn in unserem Unterbewusstsein. Ein Vorbild kann diesen Prozess unterstützen. Auch ein Vorbild ist quasi ein Plan dem wir nachstreben. Ähnlich wie bei Kindern verwenden diese unterbewusst ihre Eltern als Vorbild und ahmen deren Handlungen nach. Auch dabei wird der präfrontale Cortex aktiviert. Gleichzeitig kann dabei unser Wohlfühlhormon Dopamin ausgeschüttet werden, da wir gerne nach unserem Vorbild leben.

 
 
 
 

Fazit

Ihr merkt: Wenn wir unser Gehirn und die Prozesse in unserem Körper kennen schaffen wir es sie zu unseren Gunsten zu manipulieren. Und wie immer: Probieren geht über Studieren- also wendet es an und bildet euch eure Meinung.

Ihr interessiert euch für die Zusammenhänge zwischen Neurowissenschaft und Ernährung? Dann schaut auch bei unserem Artikel „Nie wieder Heißhungerattacken dank diesen 2 Tipps!“ vorbei. Hier erklären wir euch, wie ihr euer Belohnungssystem austricksen könnt.

 

1 Kommentar

  1. […] euch mentale Tricks helfen können um abzunehmen haben wir in einem Beitrag zum Thema Keine Süßigkeiten – kein Problem! […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.