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Abnehmen ist Kopfsache! So könnt ihr Fett verlieren.

 
 
 

Kopfsache - Fett verlieren

Ihr seid wieder mal in einer Diät gescheitert und findet einfach nicht die richtige Ernährungsform? Wie denn auch - ihr könnt nichts dafür! Fett verlieren ist Kopfsache.

So gelingt dir jede Diät!

Unsere Verhaltensmuster: Risiko oder Chance?

Um zu verstehen wie wir problemlos abnehmen können wagen wir einen Einblick in die Neurowissenschaften. Unter der menschlichen Großhirnrinde befinden sich Kerngebiete die für wichtige motorische, kognitive und limbische Regelungen von Bedeutung sind. Sie werden als Basalganglien bezeichnet. Vereinfacht ausgedrückt sind Basalganglien für unsere Verhaltensmuster zuständig.

Verhaltensmuster können verlernt und wieder neu erlernt werden!

Vielmehr brauchen wir Basalganglien um nicht jede unserer Bewegungen neu durchdenken zu müssen. Andernfalls müssten wir uns jedes Mal Gedanken darüber machen wie wir ein Glas in die Hand nehmen oder wie wir laufen. Wir hätten auch keine Chance das Fahrradfahren zu erlernen, weil wir uns über zu viele Bewegungsabläufe den Kopf zerbrechen würden. Die Basalganglien speichern also unsere Bewegungsmuster. Besonders wichtig ist dies beispielsweise für Eiskunstläufer um schnelle Bewegungsabläufe spontan abrufen zu können. Weiter ist das der Grund warum wir Radfahren nicht verlernen und weshalb wir nicht hinfallen wenn wir stehen. Auch deshalb bleiben technische Ausführungen sportlicher Übungen in unserem Kopf selbst nach langen Pausen erhalten. Ferner wird dieses Phänomen im Kraftsport auch das Muskelgedächtnis geannt. Wenn wir einmal Kreuzheben, Kniebeugen oder sogar Positionen wie Frontlever oder Handstand konnten, werden wir diese so schnell nicht wieder verlernen. Der Bewegungsablauf ist unserem Gehirn also bekannt.

Dieser automatisierte Prozess in unserem Gehirn geht so weit, dass wir rein automatisierte Abläufe gar nicht mehr wahrnehmen. So zum Beispiel das Laufen und jegliche täglichen Bewegungen. Eine Situation die viele kennen werden ist ebenfalls damit zu erklären: Oftmals wissen wir nicht ob wir unser Auto abgeschlossen oder unsere Heizung ausgedreht haben. Diese Bewegungen verlaufen derart automatisch, dass wir uns nicht einmal daran erinnern können.

Darum scheitern Diäten!

Die so genannte Verhaltensverstärkung hat Auswirkungen auf unsere Verhaltensweisen im Gehirn. Wenn uns eine bestimmte Verhaltensweise das Leben vereinfacht, gewöhnen wir uns diese unbewusst an. Genau aus diesem Grund können Verhaltensmuster durch die Verhaltensverstärkung aber auch negativ ausfallen - Wir gewöhnen uns schnell ein bequemes Leben an.

Durch Fette oder Zucker die wir zu uns nehmen wird das Glückshormon Dopamin in unserem Körper ausgeschüttet. Das Belohnungsareal ist aktiv und der Cortisolspiegel, sprich unser Stresshormon, wird gesenkt. Ferner ist das der Grund warum wir in stressigen Situationen gerne mal zu ungesunden zuckerhaltigen Lebensmitteln greifen. Nicht umsonst heißt es: Schokolade macht glücklich!

Das veränderte Verhalten wird nach und nach in den Basalganglien gespeichert. Anschließend können wir uns dieses nicht mehr so einfach abgewöhnen. Ernährungsberater und Unternehmen empfehlen nun Programme, die unsere aktuellen Verhaltensweisen und unsere Ernährung komplett umwerfen. Unter neurowissenschaftlicher Betrachtung kann das nicht funktionieren. Zunächst müssen wir die Basalganglien Stück für Stück umprogrammieren. Warum aber handeln Ernährungsberater genau so? Entweder sie kennen den neuronalen Zusammenhang unseres Körpers nicht, oder sie waren noch nie selbst in einer derartigen Situation.

Der richtige Weg

Die Selbstkontrolle muss in rationalen Gehirnarealen wieder aktiviert und trainiert werden. Basalganglien funktionieren (lernen), indem wir Fehler machen. Wir versuchen etwas und machen es falsch. Diesen Prozess müssen wir viele Male wiederhohlen. Das bedeutet Verhaltensweisen müssen Schrittweise gelernt werden. Der große Fehler den also die meisten begehen: Sie möchten sofort Erfolge erzielen und drehen ihre Lebensweise um 360°. Eine Diät wird gestartet und selbstverständlich nach spätestens einer Woche abgebrochen. Anschließend wird eine andere Ernährungsform gesucht die ebenfalls schnelle Ergebnisse verspricht. Besonders am Anfang ist es leicht zu versagen. Wir teilen unserem Gehirn bereits nach einem Keks mit, sofern er nicht auf dem Ernährungsplan stand, dass wir versagt haben. Die Folge: Unsere Motivation ist wieder im Keller.

Besser ausgedrückt können wir dieses Verhalten mit dem eines Schulkindes vergleichen, dem wir Noten und ein Klavier in die Hand drücken - mit der Aussage: „Morgen spielst du ein Konzert“. Fazit: Es kann nicht funktionieren! Wir müssen erst Fehler machen bevor wir es lernen. Auch das Kind wird sich viele male verspielen müssen, um den Ablauf am Klavier flüssig zu verinnerlichen.

 
 
 
 

Was nun? Wir programmieren unsere Basalganglien neu!

Schritt 1: Ein einfaches Ziel wählen

Unser Verhalten von früher ist noch in unserem Langzeitgedächtnis abgelegt. Es ist einfacher alte Verhaltensmuster zu reaktivieren, anstatt sich direkt neue Verhaltensmuster anzueignen. Wenn wir also mit einem früheren Zustand von uns zufriedener waren, sollten wir uns an diesen erinnern. Waren wir früher schlank und fit? Wenn ja, warum? Diese Informationen liegen in unserem Temporallappen, einem der vier Lappen unseres Großhirns, gespeichert. Wenn ich beispielsweise die Kaugummimarke Hubba Bubba sehe und rieche, erweckt diese Kindheitserinnerungen in mir. Ich spüre den sauren Geschmack so intensiv auf meiner Zunge, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft.

Vielleicht gab es früher nur drei Mahlzeiten täglich: Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Oder auch hatten wir kein Geld und wurden an diesen Ablauf gewöhnt. Einmal täglich warm essen und zweimal kalt. Sonst nichts! Heute sind wir vielleicht berufstätig und viel unterwegs. Wir haben uns den Prozess verinnerlicht schnell ein Donout auf dem Weg zu kaufen, den Milchkaffee mehrmals am Tag zu uns zu nehmen, Fruchtsäfte zu schlürfen oder auch ein Stückchen beim Bäcker einzupacken. Was ist also unser Etappenziel? Welche Verhaltensweise, die wir einst verlernt haben, wollen wir wieder zurückgewinnen?

Schritt 2: Schreibe dein Ziel auf

Wir haben also ein einfaches Ziel - eine Verhaltensweise von früher, die wir reaktivieren möchten. Gesagt getan - erstmal verinnerlichen wir uns das Ziel, indem wir es handschriftlich festhalten. Wir wollen nichts überstürzen!

Schritt 3: Übe dein neues Verhalten bis du es kannst

Es dauert eine Weile neue Informationen in den Nervenzellen abzuspeichern. Betrachten wir diesen Prozess wieder neurowissenschaftlich, müssen unsere Veränderungen erstmals sehr klein sein. Stück für Stück tasten wir uns an unser Ziel heran. Es handelt sich ja auch um einen Lernprozess. Und wie ihr wisst bedeutet Lernen auch mal zu versagen. Wir müssen uns im Voraus darüber bewusst sein, dass wir ab und an versagen werden - nur so erreichen wir unser Ziel. Gerade bei einer Diät kann es zu unkontrolliertem Essen und Regelbrüchen kommen. Auch das ist Teil des Lernens.

Schritt 4: Belohne dich für Fortschritte

Vielleicht wolltest du dir schon immer eine Kleinigkeit leisten auf die du bislang verzichtet hast. Vielleicht ist diese Kleinigkeit ihren Preis nicht wert oder nicht wichtig genug. Damit es aber mit der Diät klappt müssen wir im Voraus eine Belohnung festlegen, die am besten nichts mit unserem angestrebten Ziel gemein hat. Mit anderen Worten, wenn wir abnehmen wollen ist es die falsche Belohnung sich ein Stück Schwarzwälder-Kirschtorte zu versprechen. Vielmehr bietet sich eine Massage oder vielleicht ein Parfüm an, das wir schon länger haben wollten.

Fazit

Wir müssen unsere Verhaltensweisen langsam abändern und dürfen uns dabei nicht zu ernst nehmen. Diät-Konzepte die nicht auf unser Verhalten zutreffen können unser Leben nicht plötzlich auf den Kopf stellen. Um den Prozess der Verhaltensumstellung zu vereinfachen, sollten andere Dopaminquellen gesucht werden. Bislang scheinen Süßigkeiten oder generell das Essen eine wichtige Dopaminquelle für uns zu sein. Das macht den Verzicht durchaus schwerer.

Abschließend noch ein Tipp: Das Umprogrammieren der Basalganglien ist nicht nur beim Thema Diät eine grundsätzliche Lösung. Auch das Training oder die Arbeit kann von einer Verhaltensänderung profitieren. Es lässt sich also auf fast alle Bereiche des täglichen Lebens anwenden.

Einen Artikel zu alternativen Dopaminquellen findet ihr hier: Nie wieder Heißhungerattacken dank diesen 2 Tipps!

 
 
 

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